Hundekompetenzzentrum?

hund-an-schleppleine-01Die Tierschutzarbeit des Tierheims Soest geht über die Aufnahme, Betreuung und Vermittlung der vierbeinigen Schützlinge hinaus. Tierschutz ist es auch, Wissen zu vermitteln und Anleitung zu geben, um ein harmonisches Zusammenleben von Hund und Mensch zu ermöglichen.

Die Idee des Hundekompetenzzentrums ist es deshalb, kompetente Kräfte und interessierte Hundehalter in verschiedensten Gebieten rund um die Hundehaltung im Tierheim Soest zusammen zu bringen.
Das Hundekompetenzzentrum bietet Angebote und Informationsvermittlung für Neubesitzer, „Gassigänger“, Paten sowie für alle externen Interessierten:

  • Vorab-Information im Vorfeld einer Vermittlung,
  • Begleitung während und nach der Vermittlung,
  • Unterstützung von „Gassigängern“, Paten etc., die sich für die Betreuung der Tierheimhunde engagieren,
  • im Sinne eines vorbeugenden Tierschutzes: Rat und Tat für alle interessierten Hundebesitzer.

Die Angebote finden im Regelfall auf dem Trainingsplatz bzw. in den Räumlichkeiten des Tierheims Soest statt. Ein Teil der Einnahmen aus diesem Projekt fließt direkt in den Tierschutz im Tierheim Soest.

Das Angebot wird betreut und inhaltlich begleitet von Birgit Oberg (Tierheimleitung), Renate Scherzer und Christina Sondermann (Verhaltensberatung).

Qualitätsstandards

beagle-lina-01Wir legen größten Wert auf die Qualität des Angebotes. Alle Trainer und Referenten, die im Hundekompetenzzentrum ihre Leistungen anbieten, verpflichten sich deshalb zur Einhaltung folgender „Grundprinzipien“:

  • Das Training findet in ruhiger, entspannter Lernatmosphäre statt und ist geprägt durch einen respektvollen, freundlichen Umgang mit Hund und Mensch. Die individuellen Bedürfnisse des Hundes sind stets zu berücksichtigen.
  • Hundeerziehung, Ausbildung und Verhaltenskorrektur erfolgen ohne „Erziehungshilfen“ oder Maßnahmen, die dem Tier Angst und/oder Schmerzen zufügen. Dies gilt explizit auch im Umgang mit „Problemverhalten“. Insbesondere werden weder angewandt noch empfohlen: Reizstromgeräte, Stachelhalsbänder, Sprühhalsbänder / Wasserspritzen, Zughalsbänder, Erziehungsgeschirre (Geschirre mit Zugwirkung unter den Achseln, „Legleader“ etc.), Wurfketten, „Rappeldosen“, Discs, Leinenrucks, Schläge, Tritte, sonstige körperliche Übergriffe (Nackenschütteln, „Alphawurf“ etc), Anschreien und Bedrohen des Hundes.
  • Zur Verhaltensbeurteilung von Hunden werden keine veralteten Dominanz- oder Rangordnungskonzepte herangezogen. Verhaltensweisen und Probleme werden differenziert und unter Anwendung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse beurteilt.
  • Aus gesundheitlichen Gründen – und zur konsequenten Fortführung des Pilotprojektes „Brustgeschirr statt Zug am Hals“ des Tierheims Soest – werden die teilnehmenden Hunde im Training am Brustgeschirr geführt.
  • Um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, umfasst die maximale Größe von Trainingsgruppen 8 Teilnehmer, ist im Idealfall sogar kleiner.